Speed comparison: cvBlob vs. OpenCV’s cv::findContours
Sorry, article is temporarily down, since I found a very embarrassing mistake in the source code of the tests
Will be up soon after I ran the corrected tests.
Die unmenschliche Regierung in China
Heute auf orf.at:
Ai Weiwei nennt chinesische Regierung „unmenschlich“
Der regierungskritische chinesische Künstler Ai Weiwei hat die kommunistische Führung in Peking als „unmenschlich“ bezeichnet. In einem Telefonat mit der Nachrichtenagentur AFP sagte der unter Hausarrest stehende Konzeptkünstler heute: „Die Regierung, das gesamte System (…) opfert Bildung, Umweltressourcen und die Interessen der meisten Menschen, nur damit einige wenige Menschen mit Verbindung zur Regierung extrem reich werden können.“
Gottseidank leben wir ein einer Demokratie, denn BEI UNS IST DAS GANZ ANDERS!!!!
Sprache, Integration: Sebastian Kurz setzt den Weg der Inkompetenz der VP fort…
Es ist ja nicht so, dass die Schwarzen in Österreich über eine Unmenge an kompetenten und/oder mitdenkenden Leuten verfügen würden – aber anscheinend fühlt man sich auch recht wohl dabei. Ansonsten ist nicht zu erklären, dass gerade Sebastian Kurz an die Spitze der JVP gekommen ist, und von dort aus seinen Beitrag zum Wahlkampf in Wien beitragen darf. Abgesehen von der „geilen“ Politik seines schwarzen Geil-O-Mobil Hummers (… hat sich hier jemand über Steuergeldverschwendung beschwert?), mit der man in Begleitung diverser Blondinchen wohl die Jugend dazu bringen will, Politik wieder interessant zu finden – indem man sie lächerlich macht – gibt es auch auf sachlicher Ebene den gewohnten … nun, sagen wir Blödsinn.
Da es in diesem Land, seitdem ich es bewusst wahrgenommen habe (also ca. 1994), keinen Wahlkampf gibt, bei dem nicht „die Ausländer“ eine tragende Rolle spielen, wird es auch hierbei wieder um die so oft ins Rennen geworfene, aber nie konkretisierte „Integrationsdebatte“ gehen. Interessant übrigens, dass große Teile der Bevölkerung ihre Politik so wählen, dass sie sich hauptsächlich um jene kümmert, die sie doch hassen. Ist wohl eine Art der Autoaggression – wie auch immer!
Jedenfalls fordert der junge Sebastian in der aktuellen Datum zum wiederholten Male, dass in Moscheen, im öffentlichen Leben und im Idealfall auch in der Familie ausschließlich auf Deutsch gesprochen werden soll. Völlig unabhängig davon, dass es der Politik egal sein kann, bzw. egal sein muss in welcher Sprache ich mich mit Freunden oder Bekannten in meiner Freizeit unterhalte, unabhängig davon, dass die Politik das familiäre Privatleben nichts angeht, und auch unabhängig davon, dass jeder vernünftige und/oder mitdenkende Mensch Zwei- oder Mehrsprachigkeit als wünschenswertes Ziel und großen Vorteil für die Person selber, aber auch für die Gesellschaft erachtet, und auch abgesehen davon, dass sich die meisten Parteien beim Thema Deutschkenntnisse mal selber an die Nase fassen sollten, ist dieser Vorschlag in höchstem Maße kontraproduktiv. Er bewirkt genau das Gegenteil von dem, was diese Leute (vorgeblich) erreichen wollen: gute Deutschkenntnisse als Grundlage für Integration.
Legen wir die Fakten auf den Tisch
Kaum jemand ist in der Lage, nach seinem 20. Lebensjahr eine Sprache so zu erlernen, dass er sie akzent- und fehlerfrei verwenden kann. Zumindest nicht, wenn er sich nebenbei um andere Dinge kümmern muss, z.B. die Ernährung der Familie. Die logische Folge ist, dass so gut wie alle Personen, die als Erwachsene nach Österreich kommen, niemals perfekt Deutsch sprechen werden, was – meiner Meinung nach – überhaupt kein Problem ist. Im Gegensatz dazu lernen Kinder sehr schnell und sehr gut neue Sprachen. Am Besten von den Eltern. Man muss jetzt nur in der Lage sein, eins und eins zu addieren, um zu sehen, was die Folge wäre, wenn in Familien, in denen die Eltern fehlerbehaftetes Deutsch mit unnatürlicher Aussprache mit den Kindern sprechen: Die Kinder übernehmen die Fehler der Eltern. Ist das so schwer zu verstehen? Das ist jetzt kein theoretisches philosophieren auf abstrakter Ebene. Spontan fallen mir zwei Personen aus meinem (Ex-)Bekanntenkreis ein, die genau das Problem hatten (wobei einer sogar in Österreich geboren wurde!) und deswegen auch Probleme in der Schule bekamen. Denn solche Sprachfehler, die man schon als Kleinkind aufgenommen hat, bleiben einem oft ein Leben lang. Es ist sehr schwierig sich von ihnen zu lösen. Im Gegensatz dazu stehen einige Leute (auch aus meinem Bekanntenkreis), bei denen in der Familie NIE Deutsch gesprochen wurde – sie sprechen fehlerfrei. Nun kann man hier einwenden, dass die Stichprobengröße äußerst gering ist – das stimmt natürlich. Dennoch ist es bemerkenswert, und stützt nun mal eine in sich recht schlüssige Theorie.
Kinder erlernen Sprachen durch nachahmen. Sie sollten sie daher auch von jenen nachahmen, die sie richtig beherrschen. Das heißt: möglichst viel Kontakt mit deutschsprachigen Kindern, und irgendwann kommen sie nach hause und sprechen Deutsch. Man braucht keine Sprachkurse mit Grammatikübungen, Vokabeltests und Noten. Und vielleicht sollte man auch aufhören, Leuten mit ausländischem Akzent automatisch in gebrochenem Deutsch zu antworten („Gehst du Bahnhof, dann rechts, bist du da!“). Aber das ist „anderes Baustelle“.
Damit ist nicht genug. Nicht nur, dass die heranwachsenden Mitbürger mit Migrationshintergrund (political correctness ftw!) verkrüppeltes Deutsch lernen, das Deutschsprechen in der Familie hat einen weiteren gravierenden Nachteil: man verlernt seine Muttersprache. Und wie bereits erwähnt, sollten bis auf ein paar Hinterwäldler die meisten verstanden haben, dass das nur negativ sein kann. Nicht zuletzt seit allgemein bekannt sein sollte, dass die Beherrschung seiner Muttersprache das erlernen von weitern Sprachen (z.B. Deutsch) erleichtert.
Sie ist da – die Linzer Stadtwache
Ein Flyer in meinem Postkasten hat es heute offiziell gemacht: seit Anfang September dreht die Stadtwache a.k.a. Linzert Ordnungsdienst, wie das Ganze amtlich heißt, ihre Runden durch die Stahlstadt, um für Recht, Ordnung und Sauberkeit zu sorgen. So weit, so bekannt. Eine kleine Faktensammlung rundet den Flyer ab. Wer bis jetzt noch nicht kräftig zu den Stadtwachplänen gefacepalmt hat, bekommt nun die Gelegenheit.
Dabei sind jeden Tag zwischen 8 und 24 Uhr drei Zweier-Teams im Einsatz.
Sechs wackere Kämpfer sorgen also nun für Sicherheit. Weil 600 Polizisten es nicht schaffen. Auf eine Stadtwache kommen 31559 Bürger (Stand 2009). Eine Stadtwache muss 16008 km² bewachen. Anscheinend hat das Wimmerl ein Dimensionstor mit dem Weg nach Krypton gefunden, auf eine andere Weise KANN das gar nicht funktionieren…
Mit hochtechnischer Ausrüstung („Kamera und Handy“!!!) geht die Männer und Frauen des Ordnungsdienstes auf die Pirsch – um für die braven Linzer Bürger u.a. folgende Aufgaben zu erledigen:
Verhinderung von illegaler Bettelei und illegaler Straßenmusik
… denn wo kämen wir da hin, wenn einfach jeder auf der Straße musizieren könnte. Hält ja kein Mensch aus, diese Dauerbeschallung der Linzer Innenstadt. Sorry Leute, Kulturhauptstadt ist vorbei!
Vermeidung strafbarer Handlungen durch Anwesenheit
Ja, das steht tatsächlich wörtlich so im Flyer. Durch Anwesenheit. 16000 km² pro Person.
Erstattung von Anzeigen bei strafbaren Handlungen
… was jedem anderen Bürger natürlich nicht erlaubt ist. Dafür braucht es einen Ordnungsdienst!
So sehr ich die Linzer SPÖ dafür treten könnte, dass sie diesem Schwachsinn zugestimmt haben, scheinen sie einfach draufgekommen zu sein, dass diese Stadtwache ein gänzlich sinnloses Unterfangen ist, was genau NICHTS an irgendetwas ändern wird, aber die ewigen Angst- und Sicherheitspolitiker Wimmerl und Watzl endlich ihre Bappen halten werden, wenn sie ihr Spielzeug Stadtwache zum Geburtstag bekommen.
Technisierung der Gesellschaft
Die zunehmende Technisierung vieler Alltagstätigkeiten hat heute für mich eine irgendwie traurige Manifestation hervorgebracht:
Nachdem ich am Schalter eines Linzer Computerfachgeschäftes dem Kundenbetreuer gesagt habe, welche Grafikkarte ich kaufen möchte (exaktes Modell!), bittet er mich, zuerst am Einkaufs-Terminal gegenüber die Bestellung in ihrem Online-Shop durchzuführen. Diese wird im Computersystem an den Schalter übertragen. Nachdem die Bestellung über den Online-Shop abgeschlossen ist, muss ich mich wieder zum Schalter gebeben, dem Kundenbetreuer mitteilen, auf welchem Einkaufs-Terminal ich über ihren Online-Shop etwas gekauft habe. Dieser sieht das dann auf dem Bildschirm, und kann somit ins Lager gehen, um mir die gewünschte Grafikkarte zu bringen.
Seriously dudes, what the fuck?!
Die journalistische Rechenfähigkeit
ist manchmal der beste Beweis dafür, dass das Bildungssystem komplett saniert gehört. Titelt der Standard (als sogenannte „Qualitätszeitung“) vollmunding „Google will das Web doppelt so schnell machen“, wenn die Beschleunigung, wie in der ersten Zeile des Artikels erwähnt, „bis zu 55 Prozent“ beträgt. Der Journalist hätte bei seinem Studium vielleicht als Wahlfach „Einführung in die Mathematik“ belegen sollen. Die Chancen, dass er aufgrund der Verschulung des Studiums durch die Bachelor-Umstellung keine Möglichkeit dazu gehabt hat, sehen eher mager aus.
Ein weiteres nettes Beispiel liefert der Regierungsfunk ORF, auf deren Homepage man zu den aktuellen Studentenprotesten folgendes lesen kann:
Die Österreicher sind in der Frage, ob die Studentenproteste gerechtfertigt sind, gespalten: Der Anteil der Befürworter (44 Prozent) und der Gegner (36 Prozent) ist in etwa gleich hoch.
36 Prozent ist also in etwa so viel wie 44 Prozent. Ich freue mich auf die nächste Wahlberichtserstattung, bei der drei wohl Parteien „etwa gleich viel“ Stimmen bekommen werden.
Wie auch immer.
Friedensnobelpreis für Verschleppung und Folter
Die Friedensnobelpreis-Regierung um Messias Obama beschwert sich darüber, dass Leuten, die ohne Rechtsgrundlage Leute verschleppen und foltern (oh, es gibt ja nicht mal eine theoretische Rechtsgrundlage dafür…), der Prozess gemacht wird, und sie auch verurteilt werden. Wo kämen wir denn da hin, wenn Gesetze auch für die CIA gelten würden.
„Wir garantieren, dass ihre Daten nicht an Dritte weitergegeben werden“
Wer beim nächsten Ausfüllen eines Formulars diesen Satz in der Datenschutzerklärung liest, sollte vorsichtig sein. Sehr viel ist diese Zusicherung nämlich nicht wert, wie man beim Resteverkauf vom gekenterten Quelle-Konzern sehen kann.
Natürlich können in diesem Fall alle Betroffenen jetzt noch einen Brief schreiben, um ihre Daten löschen zu lassen, aber seien wir mal ehrlich: wenn diverse Regierungen es nicht „schaffen“, Daten gesetzmäßig zu löschen (klick1, klick2), wieso sollte es bei Quelle so einfach sein?
Uni brennt!!!1
Vor 8 Tagen begann der mittlerweile bundesweite Protest der Studierenden, die allermeisten Unis, zumindest alle wichtigen (wer braucht schon Leoben?!) solidarisieren sich und treten gemeinsam gegen Bildungsabbau auf. Neu mag sein, dass es dieses Mal nicht nur Studenten sind, sondern es quer durch die Gesellschaft Solidaritätsbekundungen gibt (Grüne, ÖGB, Schüler, diverse Rektoren,…).
Man kann es kaum glauben, aber sogar die ÖH zeigt sich solidarisch. Zumindest auf dem Papier. Obwohl die Bundesvertretung zur Zeit von der den Grünen nahestehenden Fraktion GRAS geführt wird, will man sich nicht so wirklich engagieren. Ein schwerer Fehler, wie sogar der ehemalige Vorsitzende Martin Faißt (ÖVP – AktionsGemeinschaft!!!!) hinweist. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Ein eigentlicher „Hände falten, Goschen halten“ (ÖVP) Anhänger sagt einer grünen Vorsitzenden, dass sie schon bisschen mehr Einsatz zeigen könnte.
Der Regierungsfunk ORF hat natürlich auch schon längst angefangen, zu „berichten“. Nachdem im Hörsaal 1 der JKU Linz laut orf.at gestern angeblich „ca. 20 Studenten“ anwesend waren (nach eigener Zählung waren es ab 16:00 niemals weniger als 50 auch wenn gerade Flyer verteilt und/oder eine Rauchpause gemacht wurde), berichtete ZIB 2 von der Großdemo in Wien mit „zeitweise bis zu 10000 Beteiligten“, was eine Verkleinerung der (wie unter der Hand offen zugegebenen) viel zu geringen offiziellen Angabe der Polizei. Die Veranstalter gaben selber 40000 an, inoffiziell sprach die Polizei selbst von 35000. Der Demo-Zug war laut Standard.at 2km lang. Selbst die konservative Presse spricht immerhin von „über 10000″. Witzig ist in diesem Zusammenhang auch folgendes Bild von orf.at:

Utopische Forderungen also. Bildung statt Ausbildung. Ja, wo kämen wir da hin?! Mehr Mitbestimmung! Ja kanns das denn geben?!! Da könnte man ja gleich verlangen, den Faschisten-Dollfuß aus dem ÖVP-Klub abzuhängen!
Die Proteste bekommen jetzt sogar Beachtung außerhalb Österreichs, die FAZ schreibt drüber, auch der Spiegel schreibt, mehr oder weniger gut darüber.
Bleibt zur Zeit nur noch zu hoffen, dass die Proteste nicht unter der drohenden Vereinnahmung von Linksextremen (Kampf dem Kapitalismus!!!11wtf) oder Extremfeministinnen (Hörsäle NUR nach weiblichen Wissenschaftlerinnen benennen!!!1wtf) geschwächt wird. Es ist nötig eine möglichst breite Basis zu halten, unabhängig von politischen Ideologien.
UPDATE: noch mehr deutsche Pressereaktionen (danke an AK):

http://www.jungewelt.de/2009/10-29/036.php
http://www.tagesspiegel.de/magazin/wissen/Oesterreich;art304,2935247
http://www.tagesschau.de/ausland/studentenproteste110.html
http://www.taz.de/1/zukunft/wissen/artikel/1/uni-brennt-weiter/
UPDATE2: interessant auch dieser Kommentar, der die Fehlbesetzung Hahns als Wissenschaftsminister deutlich macht:
http://derstandard.at/?url=/plink/1256743555561/14560815
Wer nichts zu verstecken hat …
Man wird von vielen belächelt und für paranoid gehalten, stellt man die Behauptung auf, im Web veröffentlichte Daten werden systematisch abgesucht, miteinander verknüpft, etc… um verschiedensten Interessen zu dienen. Würde man dann noch einfügen, dies geschehe durch Geheimdienste, würde einem wahrscheinlich eine mehr oder minder ernst gemeinte Drohung mit der Zwangsjacke entgegnet.
Nun:
„CIA Invests In Firm That Datamines Social Networks“, Slashdot.
„Exclusive: U.S. Spies Buy Stake in Firm That Monitors Blogs, Tweets“, Wired.
Die US-Firma „Visible Technologies“ beschäftigt sich mit genau solchen Sachen, und weil sie es offensichtlich so gut machen, investiert In-Q-Tel („the investment arm of the CIA“, wie er in diesem Wired-Artikel genannt wird), gleich mal. Im Zentrum sollen natürlich ausländische User von Webseiten wie Twitter und YouTube, aber auch Blogs stehen. Auch wenn „geschlossene“ Communities wie Facebook oder StudiVZ im deutschsprachigen Raum zur Zeit (noch) nicht betrachtet werden, wurde ja insbesondere an letzterem gezeigt, dass es eben doch nicht wirklich schwierig ist (Netzpolitik: Datenleck bei SchülerVZ, Netzpolitik-Interview: Sicherheit bei der VZ-Gruppe).
Im Auftrag der Firma „Hormel“ werden im Übrigen Tierrechts-Aktivisten mit ebendieser Software überwacht. Etwas, was sich diverse Österreichische Politiker auch nur zu gern wünschen würden. Vielleicht käme man dann endlich auf irgendwelche belastenden Hinweise, die die monatelange U-Haft von Martin Balluch & Co rechtzufertigen.
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