Das hochgepriesene Bankenrettungspaket

Finanzminister Pröll wird nicht müde zu betonen, welch gutes Geschäft das Bankenrettungspaket eigentlich sei – schließlich müssen die Banken hohe Zinsen auf das geliehene Geld zechen. Nun, schön wärs: Es ist aber nicht anzunehmen, dass jene Banken, als Profis, die sie nunmal auf dem Finanzsektor sind, sich auf ein für sich selber schlechtes Geschäft ohne weiteres einlassen. Der Haken (für den Staat) ist nämlich schlicht und ergreifend, dass die Zinsen nicht zu zahlen sind, wenn die Bank im Jahr der Finanzspritze keinen Gewinn macht (!!). Auch nicht im nächsten Jahr, falls erst dann Gewinn fließt.

Man kann von Josef Pröll halten was man will: er ist jedoch sicherlich nicht so dumm, nicht davon gewusst zu haben. Insofern sollten die Regierenden sich nun bemühen, dem Volk zu erklären, warum es den Staat nicht bei jeder Gelegenheit um Steuern betrügen soll, wenn das Geld der Bürger, von dem sie dank der Finanzkrise immer weniger haben, in den Händen derer landet, die die Finanzkrise verursacht haben, damit letztere es nicht ausbaden müssen.

Ich freue mich auf Ihre Argumente, Herr Pröll.

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