Sprache, Integration: Sebastian Kurz setzt den Weg der Inkompetenz der VP fort…

Es ist ja nicht so, dass die Schwarzen in Österreich über eine Unmenge an kompetenten und/oder mitdenkenden Leuten verfügen würden – aber anscheinend fühlt man sich auch recht wohl dabei. Ansonsten ist nicht zu erklären, dass gerade Sebastian Kurz an die Spitze der JVP gekommen ist, und von dort aus seinen Beitrag zum Wahlkampf in Wien beitragen darf. Abgesehen von der „geilen“ Politik seines schwarzen Geil-O-Mobil Hummers  (… hat sich hier jemand über Steuergeldverschwendung beschwert?), mit der man in Begleitung diverser Blondinchen wohl die Jugend dazu bringen will, Politik wieder interessant zu finden – indem man sie lächerlich macht – gibt es auch auf sachlicher Ebene den gewohnten … nun, sagen wir Blödsinn.

Da es in diesem Land, seitdem ich es bewusst wahrgenommen habe (also ca. 1994), keinen Wahlkampf gibt, bei dem nicht „die Ausländer“ eine tragende Rolle spielen, wird es auch hierbei wieder um die so oft ins Rennen geworfene, aber nie konkretisierte „Integrationsdebatte“ gehen. Interessant übrigens, dass große Teile der Bevölkerung ihre Politik so wählen, dass sie sich hauptsächlich um jene kümmert, die sie doch hassen. Ist wohl eine Art der Autoaggression – wie auch immer!

Jedenfalls fordert der junge Sebastian in der aktuellen Datum zum wiederholten Male, dass in Moscheen, im öffentlichen Leben und im Idealfall auch in der Familie ausschließlich auf Deutsch gesprochen werden soll. Völlig unabhängig davon, dass es der Politik egal sein kann, bzw. egal sein muss in welcher Sprache ich mich mit Freunden oder Bekannten in meiner Freizeit unterhalte, unabhängig davon, dass die Politik das familiäre Privatleben nichts angeht, und auch unabhängig davon, dass jeder vernünftige und/oder mitdenkende Mensch Zwei- oder Mehrsprachigkeit als wünschenswertes Ziel und großen Vorteil für die Person selber, aber auch für die Gesellschaft erachtet, und auch abgesehen davon, dass sich die meisten Parteien beim Thema Deutschkenntnisse mal selber an die Nase fassen sollten, ist dieser Vorschlag in höchstem Maße kontraproduktiv. Er bewirkt genau das Gegenteil von dem, was diese Leute (vorgeblich) erreichen wollen: gute Deutschkenntnisse als Grundlage für Integration.

Legen wir die Fakten auf den Tisch

Kaum jemand ist in der Lage, nach seinem 20. Lebensjahr eine Sprache so zu erlernen, dass er sie akzent- und fehlerfrei verwenden kann. Zumindest nicht, wenn er sich nebenbei um andere Dinge kümmern muss, z.B. die Ernährung der Familie. Die logische Folge ist, dass so gut wie alle Personen, die als Erwachsene nach Österreich kommen, niemals perfekt Deutsch sprechen werden, was – meiner Meinung nach – überhaupt kein Problem ist. Im Gegensatz dazu lernen Kinder sehr schnell und sehr gut neue Sprachen. Am Besten von den Eltern. Man muss jetzt nur in der Lage sein, eins und eins zu addieren, um zu sehen, was die Folge wäre, wenn in Familien, in denen die Eltern fehlerbehaftetes Deutsch mit unnatürlicher Aussprache mit den Kindern sprechen: Die Kinder übernehmen die Fehler der Eltern. Ist das so schwer zu verstehen? Das ist jetzt kein theoretisches philosophieren auf abstrakter Ebene. Spontan fallen mir zwei Personen aus meinem (Ex-)Bekanntenkreis ein, die genau das Problem hatten (wobei einer sogar in Österreich geboren wurde!) und deswegen auch Probleme in der Schule bekamen. Denn solche Sprachfehler, die man schon als Kleinkind aufgenommen hat, bleiben einem oft ein Leben lang. Es ist sehr schwierig sich von ihnen zu lösen. Im Gegensatz dazu stehen einige Leute (auch aus meinem Bekanntenkreis), bei denen in der Familie NIE Deutsch gesprochen wurde – sie sprechen fehlerfrei. Nun kann man hier einwenden, dass die Stichprobengröße äußerst gering ist – das stimmt natürlich. Dennoch ist es bemerkenswert, und stützt nun mal eine in sich recht schlüssige Theorie.

Kinder erlernen Sprachen durch nachahmen. Sie sollten sie daher auch von jenen nachahmen, die sie richtig beherrschen. Das heißt: möglichst viel Kontakt mit deutschsprachigen Kindern, und irgendwann kommen sie nach hause und sprechen Deutsch. Man braucht keine Sprachkurse mit Grammatikübungen, Vokabeltests und Noten. Und vielleicht sollte man auch aufhören, Leuten mit ausländischem Akzent automatisch in gebrochenem Deutsch zu antworten („Gehst du Bahnhof, dann rechts, bist du da!“). Aber das ist „anderes Baustelle“.

Damit ist nicht genug. Nicht nur, dass die heranwachsenden Mitbürger mit Migrationshintergrund (political correctness ftw!) verkrüppeltes Deutsch lernen, das Deutschsprechen in der Familie hat einen weiteren gravierenden Nachteil: man verlernt seine Muttersprache. Und wie bereits erwähnt, sollten bis auf ein paar Hinterwäldler die meisten verstanden haben, dass das nur negativ sein kann. Nicht zuletzt seit allgemein bekannt sein sollte, dass die Beherrschung seiner Muttersprache das erlernen von weitern Sprachen (z.B. Deutsch) erleichtert.

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